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Wie viel kostet eine OP beim Hund?

Was, wenn der beste Freund des Menschen einen Unfall hatte, verletzt ist, erkrankt? Tierarztkosten k√∂nnen bei einem Hund besonders hoch werden. Vom R√∂ntgen √ľber Blutuntersuchungen bis hin zu Narkose und Pflege kommen viele Kosten zusammen. Tumore, Zahnprobleme, Wundversorgung und Kreuzbandrisse sind die h√§ufigsten OPs. Was kosten die Eingriffe beim Hund?
Besonderheiten
  • Operationskosten
  • H√§ufig gestellte Fragen
  • Verschiedene Operationen & ihre Kosten
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Die Tierarztkosten f√ľr Hunde sind in der GOT, der Geb√ľhrenordnung der Tier√§rzte festgelegt. Welche Kosten bei welchem Eingriff auf Hundehalter zukommen, kann also im Vorfeld recherchiert werden und unterscheidet sich bei den verschiedenen Praxen und √Ąrzten nicht.
  • Was sich unterscheidet, ist die vom Arzt jeweils verordnete Behandlung und Medikation. Von Untersuchungen √ľber das Verfassen von Gutachten und den eigentlichen operativen Eingriff bis hin zur Nachsorge kann die behandelnde Praxis jeweils den einfachen bis zum dreifachen Geb√ľhrensatz berechnen, abh√§ngig von Aufwand, Zeitpunkt und eigenen Kosten.
  • Verletzungen, Unf√§lle, Alterserkrankungen und rassenspezifische Probleme machen h√§ufig operative Eingriffe n√∂tig. Besonders h√§ufig muss Zahnstein entfernt werden, eine H√ľftdysplasie behandelt werden, Krallen oder Wolfskrallen gezogen werden. Auch Magendrehungen, Kreuzbandrisse und herausgesprungene Kniescheiben gibt es h√§ufiger.

OP beim Hund ‚Äď das sind die h√§ufigsten Operationen und damit verbundenen Kosten

  • Volkskrankheit Krebs: Tumoroperationen liegen bei 400 ‚ā¨ bis 1.000 ‚ā¨
  • Magendrehung wird f√ľr etwa 1.200 ‚ā¨ behandelt
  • Problemzone Gelenk: Kreuzbandriss kostet beim Hund etwa 1.600 Euro
  • Untersuchungen kosten extra: MRT liegt bei etwa 500 ‚ā¨, Ultraschall bei 100 ‚ā¨+, Blutuntersuchung bei zirka 100 ‚ā¨
  • der gr√∂√üte Teil der Kosten kann von einer Hundekrankenversicherung √ľbernommen werden
  • Tierarztkosten sind nicht willk√ľrlich, sondern √ľber GOT festgelegt

Der Hund ist der beste Freund des Menschen

Der Hund gilt nicht umsonst als der beste Freund des Menschen: Die Tiere sind ihren Besitzern in der Regel treu ergeben und w√ľrden ihr Leben f√ľr sie geben. Umgekehrt gilt das ebenso ‚Äď der Hund ist mehr als ein Nutztier, erst ist meist Familienmitglied. Und auf so ein Familienmitglied gibt man gut Acht. Ausgedehnte t√§gliche Spazierg√§nge geh√∂ren genauso dazu wie gemeinsame sportliche Aktivit√§ten. Hundefreundschaften werden gepflegt wie die Freundschaften von Herrchen und Frauchen. Im Eifer des Gefechts passiert es dann aber doch h√§ufig: Die Fellnase f√§ngt sich beim Spaziergang eine Zecke ein, beim Toben gelangt ein Holzsplitter in die Pfote, oder das Spiel mit den Hundekollegen f√§llt etwas ruppiger aus und der Hund muss zum Tierarzt. Selbstverst√§ndlich w√ľrde das kein Herrchen oder Frauchen verweigern ‚Äď einem verletzten Tier hilft man grunds√§tzlich! Aber wie hoch sind die Kosten? Womit muss man rechnen, wenn der Hund mit einer einfachen Verletzung oder nach einem Unfall zum Arzt oder gar station√§r in die Tierklinik muss? Alle Informationen finden Sie in unserem Ratgeber!

Wie teuer sind Operationen beim Hund?

Eine pauschale und verbindliche Angabe gibt es hier nat√ľrlich nicht. Die Kosten f√ľr Behandlungen bei Hunden sind in der sogenannten GOT, der Geb√ľhrenordnung f√ľr Tier√§rzte, festgelegt. Aber welche Behandlung braucht ein Hund? Reicht zur Feststellung eine Kreuzbandrisses eine manuelle Untersuchung, muss ein R√∂ntgenbild erstellt werden, oder ist sogar ein MRT n√∂tig? Welche und wie viele Blutuntersuchungen m√ľssen vor einer Operation durchgef√ľhrt werden? Was genau an Untersuchungen gemacht wird, liegt erst einmal im Ermessen des behandelnden Arztes. Und deshalb schwanken die Kosten f√ľr eine Behandlung so stark: Mancher Arzt wei√ü recht schnell, was dem Tier fehlt, hat die Diagnose „“auf den ersten Blick““ gestellt. Sein Fachkollege oder seine Fachkollegin dagegen wollen ganz sicher gehen und jeden Zweifel ausschlie√üen ‚Äď und schon steigen die Kosten allein bei der Diagnose. Dazu kommt, dass die √Ąrzte und √Ąrztinnen bei der Berechnung einen gewissen Spielraum haben. Sie d√ľrfen den Geb√ľhrensatz f√ľr eine bestimmte Ma√ünahme einfach, doppelt oder sogar dreifach berechnen. Denn nat√ľrlich macht es einen Unterschied, ob der Hund im Rahmen der normalen Sprechstunde behandelt wird, ob ein Termin √ľber einen l√§ngeren Zeitraum anberaumt wurde, oder ob es sich um einen Notfall mitten in der Nacht, wom√∂glich noch an einem Wochenende, handelt.

Die häufigsten Operationen: Tumorerkrankungen

Besonders h√§ufig leiden Hunde unter einem Tumor. Das kann zuchtbedingt sein, kann auf die Ern√§hrung, die Lebensweise oder eine genetische Veranlagung zur√ľckzuf√ľhren sein. Manche Rassen sind anf√§lliger f√ľr Krebserkrankungen als andere, und vor allem im Alter entwickeln die Tiere h√§ufig Tumore verschiedener Art. Dabei werden auch Warzen und andere Hautwucherungen als Tumor bezeichnet. Die Hauttumore sind die h√§ufigsten bei Hunden. 25 % der Hauttumore bei Hunden sind b√∂sartig und sollten f√ľr ein Ausheilen ohne Folgen schnell behandelt werden. 40 % aller Operationen beim Hund betreffen Warzen. Eine Tumoroperation liegt meist bei etwa 420 ‚ā¨. Die Kosten setzen sich aus Anamnese, Diagnose, Voruntersuchungen, OP und Nachuntersuchungen zusammen. Das ist allerdings ein Durchschnittswert. Ein Hauttumor an einer leicht zug√§nglichen Stelle l√§sst sich nat√ľrlich einfacher behandeln als beispielsweise ein von Tumoren befallenes Ges√§uge bei einer H√ľndin, das ganz entfernt werden muss ‚Äď die Kosten k√∂nnen auf 1.000 ‚ā¨ und mehr steigen.

Tumore sollten generell entfernt werden. Auch wenn es sich erst einmal nur um einen gutartigen Tumor handelt oder um einen „“harmlosen Knebel““ auf der Haut ‚Äď der Tumor kann streuen, Metastasen bilden, auf umliegendes Gewebe √ľbergreifen und dann gar nicht mehr so leicht zu entfernen sein. Die Ursachen von Hauttumoren sind vielf√§ltig. Eine Virusinfektion kann genauso urs√§chlich sein wie Giftstoffe oder UV-Strahlung. Im Alter steigt das Risiko noch einmal besonders, das ist √§hnlich wie beim Menschen. Daher wird eine dauerhafte Reizung des Gewebes durch Strahlung, Umwelteinfl√ľsse und -gifte als risikoverst√§rkend angesehen. Einige Rassen wie Cocker Spaniel und Pudel sind f√ľr Alterswarzen anf√§lliger als andere Rassen. Chemo- und Strahlentherapie kommen zur Behandlung in Betracht.

Wenn die Zähne nicht mehr gesund sind

Menschen gehen regelm√§√üig zum Zahnarzt, der Hund k√ľmmert sich weit weniger um seine Zahnpflege. Behandlungen werden beim Veterin√§r vorgenommen. Da die meisten Hunde f√ľr Zahnsteinentfernungen, Zahnextraktionen unter lokaler Bet√§ubung oder auch nur eine eingehende Gebissuntersuchung eher wenig Verst√§ndnis aufbringen, werden Zahnbehandlungen unter Narkose durchgef√ľhrt.

Zahnextraktionen sind die zweith√§ufigsten Operationen bei Hunden. Warum werden Z√§hne gezogen? Man legt beim Hund eher keine F√ľllung an. Verletzungen von Wurzel wie auch Zahnkrone f√ľhren oft zu Entz√ľndungen. Die Z√§hne werden dann gezogen. Auch bei nicht-ausgefallenen Milchz√§hnen ist das n√∂tig. Werden Entz√ľndungen der Z√§hne, des Zahnfleischs oder gar der Zahnwurzel fr√ľh erkannt, k√∂nnen sie noch behandelt werden und der Zahn muss nicht gezogen werden. Die Kosten einer Zaznextraktion belaufen sich auf etwa 235 ‚ā¨.

Dritthäufigste Behandlung beim Hund: Wundnaht

Hunde lieben Abenteuer, sind neugierig, stecken ihre Schnauze in alles M√∂gliche. Und h√§ufig verletzen sie sich dabei. Ob sich die Fellnase nun mit Nachbars Katze angelegt und sich eine heftige Ohrfeige eingefangen hat, ob sie sich die Haut an dornigen Ranken oder einem Ast im Wald aufgerissen hat ‚Äď manchmal muss die Haut gen√§ht werden. Die Kosten der Behandlung liegen bei insgesamt etwa 350 ‚ā¨. Darin enthalten ist alles, von der Wundreinigung √ľber die eigentliche Naht der Haut inklusive Rasur bis hin zur Nachbehandlung, die eine st√∂rende Narbenbildung verhindern soll. Hat der Hund nach einer Rauferei oder aufgrund einer Verletzung Wunden, die tiefer in die Muskulatur gehen und mehr als die Behandlung der Haut notwendig machen, steigen die Kosten.

<>Auch beim Hund h√§ufig: Der Kreuzbandriss</>Fu√üballer, Skifahrer, Handballer, Boulderer: Sportlich aktive Menschen ziehen sich oft fr√ľher oder sp√§ter einen Kreuzbandriss zu. Das Kreuzband ist beim Menschen eine Sehne im Kniegelenk, die bei Drehungen des Knies unter hoher Krafteinwirkung rei√üen kann. Das ist beim Hund ebenfalls so. Im Alter leiden viele Hunde (wie Menschen) unter Arthrose. Die B√§nder sind nicht mehr so elastisch wie bei jungen Tieren, die Gelenke sind abgenutzt. Tobt der Hund, kann bei heftigen Bewegungen ein Kreuzband rei√üen. Das ist auch sofort sichtbar. Der Hund hat gro√üe Schmerzen und lahmt. Eine operative Behandlung ist nicht immer n√∂tig, manchmal reicht es aus, die Bewegung des Tieres f√ľr einen gewissen Zeitraum einzuschr√§nken. Ist das Kreuzband „“nur““ angerissen, heilt es meist von alleine wieder zusammen.

Ist es dagegen komplett zerrissen, muss operiert werden. Denn die Kreuzb√§nder stehen unter Spannung, wie ein stark gespanntes Gummiband. Rei√üt ein Kreuzband komplett durch, ziehen sich die beiden Teile zusammen, die Rissstellen finden nicht mehr zusammen, und der K√∂rper baut das unn√ľtze (tote) Gewebe des Bandes recht schnell ab. Ob das Band gerissen oder nur angerissen ist, stellt der Veterin√§r fest. Daf√ľr ist eine eingehende Untersuchung n√∂tig, bildgebende Verfahren wie R√∂ntgenaufnahmen und MRT m√ľssen f√ľr die Diagnose genutzt werden. Eine operative Behandlung ist kostenintensiv: Etwa 1.600 ‚ā¨ kostet es, das Kreuzband zu rekonstruieren oder (bei einem fast kompletten Durchriss) zu stabilisieren. Die Kosten k√∂nnen auf bis zu 2.000 ‚ā¨ steigen. Mehr als 200 verschiedene Operationsmethoden stehen zur Verf√ľgung, entschieden wird nach der Rasse des Hundes und der genauen Art des Risses. Auch nach einer erfolgreichen Operation wird der Hund nicht mehr voll leistungsf√§hig sein. Auch in diesem Aspekt √§hnelt die Verletzung dem Kreuzbandriss beim Menschen.

Gr√∂√üere Hunde werden h√§ufiger wegen eines Kreuzbandrisses behandelt als kleine Rassen. Bei Zwerghunden wie dem Zwergpudel oder einem Terrier, ist der Kreuzbandriss oft von einer Luxation der Kniescheibe begleitet und tritt im Alter ab acht Jahren geh√§uft auf. Bei gro√üen Rassen wie Boxer, Bullmastiff, Rottweiler, Golden Retriever und Labrador (und √§hnlichen) liegt der Altersdurchschnitt bei einem Kreuzbandriss dagegen bei f√ľnf Jahren.

Welpen unerw√ľnscht: Ovariohysterektomie

Viele Hundebesitzer und -besitzerinnen wollen nicht, dass ihre H√ľndin tr√§chtig wird. Es gibt verschiedene Wege, das zu verhindern. Sehr h√§ufig wird bei weiblichen Tieren eine sogenannte Ovariohysterektomie durchgef√ľhrt. Darunter versteht man eine erweiterte Kastration: Die Eierst√∂cke werden entfernt, ebenso ein gro√üer Teil der Geb√§rmutter. Diese Methode ist sehr sicher. Werden dagegen nur die Eileiter durchtrennt, wachsen sie m√∂glicherweise irgendwann wieder zusammen. Dann k√∂nnen die H√ľndinnen immer noch tr√§chtig werden. Eine Ovariohysterektomie ist endg√ľltig. F√ľr die Tiere gilt der einmalige Eingriff als eher vertr√§glich im Vergleich mit hormonellen Behandlungen wie den fr√ľher √ľblichen regelm√§√üigen Hormonspritzen. Aber auch ein Tumor an der Geb√§rmutter kann eine Indikation f√ľr diesen Eingriff sein, Endometriose (wuchernde Geb√§rmutterschleimhaut) oder Zysten sind weitere Gr√ľnde f√ľr die Durchf√ľhrung.

Da die Eierst√∂cke bei H√ľndinnen f√ľr den Hormonhaushalt wichtig sind, ver√§ndert sich das Wesen der Tiere nach einem solchen Eingriff. Sie werden ruhiger, nehmen deutlich an Gewicht zu, zeigen keinerlei Interesse an m√§nnlichen Tieren oder Paarung. Die Tiere vertragen sich besser mit anderen Hunden und H√ľndinnen, sind weniger aggressiv und wirken h√§uslicher. Gleichzeitig gilt der Eingriff als Pr√§vention f√ľr Milchdr√ľsentumore (sogenannte Mammakarzinome). Die Operation selbst kostet bis zu 120 ‚ā¨. Dazu kommen allerdings die n√∂tigen bildgebenden Verfahren, Narkose und Schmerzmittel sowie die √úberwachung der H√ľndin w√§hrend und nach dem Eingriff. In der Regel werden die Tiere station√§r untergebracht. Addiert man die Kosten, belaufen sie sich auf etwa 630 ‚ā¨.

Häufig bei großen Hunden, seltener bei kleinen Tieren: Bauchhöhlenoperation

Hunde sollten niemals fressen und danach ausgelassen toben. Das wei√ü eigentlich jeder, der mit einer Fellnase zusammenlebt. Aber wie verhindert man, dass der vierbeinige Freund nach dem Fressen durch den Garten fegt und die V√∂gel in die B√§ume scheucht? Manchmal passiert das einfach. Wenn der Hund dann pl√∂tzlich jault und der Bauch angeschwollen ist, handelt es sich um eine Magendrehung. Der volle, schwere Magen hat sich in der Bauchh√∂hle durch die heftige Bewegung in eine andere Position gedreht. Das ist nicht nur schmerzhaft f√ľr den Hund, sondern lebensgef√§hrlich. Wirklich feststellen kann nat√ľrlich nur ein Veterin√§r die Magendrehung ‚Äď und sie muss operativ behandelt werden. Etwa 1.200 ‚ā¨ fallen f√ľr den Eingriff an. Die Operation muss sofort durchgef√ľhrt werden, denn innerhalb weniger Stunden f√ľhrt eine Magendrehung zum Tod des Tiers. Selbst eine rechtzeitige und fachgerecht durchgef√ľhrte Operation kann noch zu Komplikationen wie Blutvergiftung oder Herzversagen f√ľhren. Durch Medikamente und die n√∂tige Nachbetreuung steigen die Kosten oft bei bis zu 2.000 ‚ā¨. Warum dreht sich bei manchen Tieren der Magen?

Der Magen des Hundes ist an der Speiser√∂hre und am Zw√∂lffingerdarm fixiert. Er pendelt also im Grunde genommen hin und her wie eine schwere, gut gef√ľllte H√§ngematte. Gro√üe Hunde haben einen gr√∂√üeren Magen, der bei guter Bef√ľllung ein hohes Gewicht hat. Bewegt sich der Hund (gro√üe Hunde machen heftigere Bewegungen), schwingt der Magen also recht heftig aus. Der Magen kann sich um seine L√§ngsachse drehen. Ist er verdreht, sind Mageneingang und Magenausgang abgeschn√ľrt. Dadurch dehnt sich der Magen immer weiter aus. Denn das Futter g√§rt im Magen weiter. Vor allem die gr√∂√üeren Rassen, die in Mode sind, zeigen ein hohes Risiko f√ľr eine Magendrehung. Hunde wie Dobermann, Deutsche Dogge, Weimaraner und Irish Setter haben einen breiten und tiefen Brustkorb ‚Äď sie sind besonders gef√§hrdet.

H√ľftknochendysplasie kommt wachstumsbedingt h√§ufig vor: Platz 7 der h√§ufigsten Operationen

Bei Rassehunden, insbesondere bei gro√üen Rassen, kommen h√§ufiger Ellenbogendysplasien oder H√ľftknochendysplasien vor. Wachstumsbedingt werden die Gelenke gesch√§digt. In der Folge leiden die Tiere oft an Gelenkarthrosen. Die Fehlstellung kann behoben werden, aber damit sind etwa 1.100 ‚ā¨ an Kosten f√ľr die Operation verbunden. Was genau ist das Problem bei einer Dyspepsie?

Das Knochen- und Knorpelwachstum funktioniert nicht richtig, die Gelenkknorpelschicht wird durch eine Fehlbelastung stark einseitig abgenutzt. Bei der entstehenden Arthrose reiben die Knochen im Gelenk aufeinander, was zu starken Schmerzen f√ľhrt. Die Beweglichkeit des Hundes ist damit stark eingeschr√§nkt. Mehr noch: Kleinere Knochenteile k√∂nnen im Gelenk absplittern. Oft dringen sie in die Knochenhaut ein, bevor der K√∂rper sie einfach abbaut. Dort l√∂sen sie heftige Entz√ľndungen aus. Ellbogendysplasien werden, wie auch H√ľftdysplasien, durch √úbergewicht, zu viel Bewegung und fr√ľhes Treppenlaufen bei Welpen verursacht werden. Unf√§lle mit Knochenbr√ľchen oder Stauungen der Gelenke k√∂nnen ebenfalls die Ursache. Weitaus h√§ufiger ist aber eine erbliche Veranlagung, die insbesondere bei gro√üen Hunderassen wie dem Berner Sennenhund, dem Bernhardiner, Neufundl√§nder, der Bordeaux-Dogge, dem Chow-Chow und √§hnlichen Tieren. Auch Mischlinge, die von gro√üen Rassen abstammen, erkranken im Lauf ihres Lebens daran. Die Erkrankung zieht zahlreiche Kosten nach sich, denn zu der OP kommt eine Dauermedikation. Diagnostische Verfahren kommen ebenfalls dazu.

Amputation von Gliedmaßen nach Unfall oder Erkrankung

Erleiden Hunde einen schweren Unfall oder erkranken, m√ľssen sie nicht immer eingeschl√§fert werden. Heute ist eine Amputation meist kein Problem, so dass der geliebte Vierbeiner in der Familie bleiben kann. Hunde mit nur drei oder zwei Beinen k√∂nnen weiterhin ein gutes Leben f√ľhren, sie sind mit der richtigen Therapie und Hilfsmitteln wie Prothesen oder einem „“Hunderollstuhl““ auch wieder beweglich und durchaus lebensfroh. Eine Amputation wird jedoch immer nur im Notfall durchgef√ľhrt. Sie wird mit etwa 590 ‚ā¨ berechnet.

Frakturen: Wenn Knochen brechen

Wenn Hunde wild spielen oder einen Unfall erleiden, brechen auch mal Knochen. Das ist sehr schmerzhaft, kann aber (wie beim Menschen) behandelt werden. Frakturen werden abh√§ngig von der Schwere und der genauen Art des Bruchs unterschiedlich behandelt. Manchmal reichen Gipsschienen, in anderen Allen ist eine Operation n√∂tig, mit jeweils mehr oder weniger kosten- und zeitintensiven Nachbehandlungen. Da die Behandlungsm√∂glichkeiten so unterschiedlich ausfallen und jaa nach Fall unterschiedlich lange und intensiv sind, differieren auch die Kosten stark. Man sollte aber auf jeden Fall mit 1.400 ‚ā¨ oder mehr rechnen.

Das sogenannte Blutohr: Hämatom am Ohr

Eigentlich handelt es sich nur um einen Bluterguss am Ohr ‚Äď vor allem Hunde mit herunterh√§ngenden Ohren sind davon h√§ufiger betroffen. Rassen wie Locker Spaniel, Basset oder Dogge k√∂nnen sich durch heftiges Kopfsch√ľtteln oder durch Raufereien mit anderen Tieren so ein H√§matom zuziehen. Das Blutohr entsteht, wenn kleine √Ąderigen am Ohr platzen. Weil das Ohr herunterh√§ngt, schwillt dieser gut durchblutete Hautlappen an und f√ľllt sich mit Blut. Ein Blutohr sollte grunds√§tzlich vom Tierarzt operativ behandelt werden. Die Kosten liegen bei etwa 420 ‚ā¨, es k√∂nnen aber auch bei Komplikationen h√∂here Kosten entstehen.

Ein anderer Fachbegriff f√ľr das Blutohr ist Othaematom ‚Äď so bezeichnet man den Bluterguss am Ohr in der Tiermedizin. Der vollst√§ndige lateinische Begriff ist H√§matom auriculare. Das Blut sammelt sich an einer Stelle der Ohrmuschel zwischen dem Knorpel und der Haut, manchmal auch innerhalb des Knorpels. Meist ist die Innenseite der Ohrmuschel davon betroffen, und das erste Anzeichen f√ľr das Blutohr ist eine Verf√§rbung. Die Schwellung wird meist erst bemerkt, wenn Ohr an der betroffenen Stelle schon deutlich rot, gelblich oder gr√ľn-blau ist. Bildgebende Verfahren sind bei der Diagnose nicht n√∂tig, die meisten Tiermediziner erkennen das Blutohr beim Ansehen. Die Schwellung kann ertastet werden, in seltenen F√§llen f√ľhren die Tiermediziner einen H√∂rtest durch. Wird der Bluterguss punktiert, also mit einer sehr feinen Kan√ľle eine Fl√ľssigkeitsprobe entnommen, ist der Befund meist schon eindeutig.

Das Othaematom wird behandelt, indem der Veterin√§r mit einer Spritze das Blut aus dem Gewebe absaugt. Manchmal f√ľllt sich der Erguss wieder, so dass dieser Vorgang mehrfach wiederholt werden muss. In einigen F√§llen wird Kortison in das H√§matom gespritzt, so dass sich die Stelle nicht so schnell wieder mit Blut auff√ľllt. Bei unzureichender oder falscher Behandlung bildet sich der Bluterguss zwar auch zur√ľck, aber das Ohr bleibt verformt, der Hund wird Narben behalten. Und diese k√∂nnen das H√∂rverm√∂gen einschr√§nken. Starke H√§matome im Bereich des Ohrs m√ľssen aufgeschnitten werden, danach wird die Stelle wieder vern√§ht. Im g√ľnstigsten Fall kann der Hund f√ľr 240 ‚ā¨ behandelt werden, wenn der Bluterguss auf Sicht diagnostiziert und mit nur einmaligem Absaugen behandelt werden kann. In allen anderen F√§llen sind die Kosten h√∂her.

Bandscheibenvorfall: Trifft auch Hunde

Ist das Bandscheibengewebe durch √úberbelastung oder durch eine Fehlbelastung der Wirbels√§ule degeneriert, kommt es irgendwann zu einem Bandscheibenvorfall. Der nat√ľrliche Alterungsprozess beg√ľnstigt das, aber auch √úbergewicht und falsche Ern√§hrung machen Hunden anf√§lliger f√ľr einen Bandscheibenvorfall. Wie beim Menschen bestehen die Bandscheiben aus einem weichen Kern inmitten von knorpeligem Gewebe. Bei einem Bandscheibenvorfall tritt der weiche Kern aus der Bandscheibe hervor und dr√ľckt auf das Knochenmark. Da in der Wirbels√§ule viele Nerven verlaufen, dr√ľckt das Gewebe auch darauf. Denn die Bandscheibe verw√∂lbt sich zuerst in den Wirbelkanal. Der Hund ist aufgrund der Schmerzen in seiner Beweglichkeit eingeschr√§nkt. Auf Ber√ľhrungen reagieren betroffene Tiere sehr empfindlich. Wird der Vorfall nicht behandelt, kommt es irgendwann zu einer enormen Bewegungseinschr√§nkung bis hin zu L√§hmungserscheinungen. Inkontinenz kann eine Folge sein.

Ein Bandscheibenvorfall kann bei jeder Hunderasse auftreten. Kleinere Rassen mit einem langen R√ľcken und kurzen Beinen sind h√§ufiger betroffen. Diese Rassen werden auch als chondrodystrophe Hunderassen bezeichnet: Dackel und Teckel geh√∂ren genauso dazu wie Pekinesen und Spaniel, Pudel und Basset. Auch Pinscher und Schnauzer k√∂nnen betroffen sein. Gro√üe Hunderassen wie Doggen und Sch√§ferhunde leiden vermehrt nach dem sechsten Lebensjahr unter einem Bandscheibenvorfall.

Bei einer leichten Auspr√§gung wird der Vorfall mit Schmerzmitteln, Physiotherapie und Ruhe behandelt. In schweren F√§llen ist eine Operation n√∂tig, die von einer mehrw√∂chigen Regenerationsphase ohne Anstrengung begleitet wird. Anschlie√üend sollte der Hund eine Physiotherapie absolvieren, um wieder zu einer gesunden und schonenden Form der Bewegung zu finden. Die Kosten f√ľr die Behandlung eines Bandscheibenvorfalls liegen eigentlich immer im vierstelligen Bereich. Wie hoch genau sie sind, h√§ngt von der Art der Behandlung ab, also auch von der Schwere des Vorfalls.

Unterschiedliche Rassen sind unterschiedlich anf√§llig ‚Äď und die Geb√ľhren?

Manche Hunderassen sind so beliebt, dass sie vermehrt unter fragw√ľrdigem Vorgehen gez√ľchtet werden. Werden Hunde f√ľr die Zucht zusammengebracht, die miteinander verwandt sind, steigt f√ľr ihre Nachkommen das Risiko verschiedener Erkrankungen. Daher sollten angehende Hundebesitzer und -besitzerinnen sich beim Z√ľchter einen Stammbaum zeigen lassen und diesen genauer studieren. Manche Rassen sind insbesondere aufgrund ihres speziellen K√∂rperbaus so beliebt: Beim Basset geh√∂ren die extrem langen, h√§ngenden Ohren genauso zum Rassestandard wie die kurzen Beine und der lange R√ľcken. Auch beim Dackel geh√∂rt der lange R√ľcken dazu. Bei der Dogge dagegen ist wie beim Bullmastiff der massive, tiefe und breite Brustkorb besonders bevorzugt. Dass diese extremen K√∂rpermerkmale zu gesundheitlichen Problemen f√ľhren k√∂nnen, die bei anderen Rassen √ľberhaupt keine Rolle spielen, versteht sich von selbst.

Nat√ľrlich h√§ngen die Kosten einer bestimmten Operation h√§ngen dagegen nicht von der Hunderasse selbst ab, sondern von Alter und allgemeinem Gesundheitszustand des Hundes, von den n√∂tigen Behandlungen und Medikamenten, der Dringlichkeit und √§hnlichen Faktoren. Und sie h√§ngen davon ab, ob und wie der Hund versichert ist. Die Kosten f√ľr eine Hunde-OP-Versicherung variieren durchaus nach Rasse. Denn einige Rassen sind aufgrund der Rassestandards einfach anf√§lliger f√ľr bestimmte Erkrankungen und Verletzungen ‚Äď die Versicherung f√§llt dann kostenintensiver aus. Sind Hunde beim Tierarzt teurer als Katzen? Das kommt tats√§chlich darauf an. Einige Ma√ünahmen, Medikamente und Eingriffe sind beim Hund tats√§chlich kostenintensiver. Das trifft aber nicht f√ľr alle Behandlungen zu, manchmal sind die Kosten auch in etwa gleich, oder das Verh√§ltnis ist genau umgekehrt.

FAQ: Wichtige Fragen kurz beantwortet

FrageAntwort
Wie viel kostet eine Notoperation beim Hund?Die Kosten h√§ngen von der Art des Eingriffs ab sowie von der Uhrzeit. Kann der Eingriff innerhalb der normalen Praxis√∂ffnungszeiten aufgrund von wenig Betrieb einfach dazwischengeschoben werden, ist das kosteng√ľnstiger als wenn der Tierarzt mitten in der Nacht die Praxis extra √∂ffnen und dazu noch einige Angestellte organisieren muss. Kleine Eingriffe (wie beim Blutohr) sind weniger kostenintensiv als gr√∂√üere Eingriffe (wie bei einer Magendrehung).
Wie teuer ist die Narkose f√ľr den Hund?Es gibt verschiedene Arten der Narkose beim Hund. Jede davon ist mit anderen Kosten verbunden. Eine davon ist die Inhalation, die im einfachen Satz mit 38,48 ‚ā¨ berechnet wird. Setzt der Tierarzt den zweifachen Satz an, liegen die Kosten bei 76,96 ‚ā¨, beim dreifachen Satz sind es 115,44 ‚ā¨. Die Kosten sind in der GOT, der Geb√ľhrenordnung der Tier√§rzte, festgelegt.
√úbernimmt die OP-Versicherung alle Kosten?Es gibt unterschiedliche Formen der OP-Versicherung f√ľr Hunde. Abh√§ngig davon, welche Versicherung besteht, werden alle Kosten √ľbernommen, nur ein Teil der Kosten oder gar keine Kosten. Nicht jede Versicherung deckt jede OP ab. Und manchmal sind einige Rassen gezielt ausgeschlossen. Generell gibt es aber f√ľr jeden Hund die passende Versicherung ‚Äď Hundebesitzer sollten sich einfach beraten lassen.
OP wird von der Versicherung gezahlt ‚Äď und die Medikamente?Medikamente, die f√ľr die Behandlung notwendig sind und im Vorfeld, im Verlauf oder zur Nachsorge bei einer Operation verordnet werden, √ľbernimmt die OP-Versicherung. Das ist zumindest dann der Fall, wenn die OP-Kosten vollst√§ndig √ľbernommen werden. Wird die Operation nicht oder nur teilweise von der Versicherung abgedeckt, werden die Kosten f√ľr die Medikamente nicht immer vollst√§ndig gezahlt.
√úbernimmt die Versicherung die Kosten f√ľr Physiotherapie?Die reinen Physiotherapiekosten √ľbernimmt die OP-Versicherung nicht. Allerdings werden die Kosten f√ľr die Operation √ľbernommen, die der Physiotherapie oft zwingen vorausgeht. Wer will, dass die Versicherung auch die Kosten f√ľr die komplette Nachbehandlung √ľbernimmt, sollte mit dem Versicherungsunternehmen in Kontakt treten: Es gibt nicht nur OP-Versicherungen f√ľr den Hund, sondern auch andere Formen der Versicherung.
Wo finde ich eine Tabelle mit den OP-Kosten f√ľr den Hund?Die Geb√ľhrenordnung der Tier√§rzte ist online an verschiedenen Stellen einsehbar. Zahlreiche Tierarztpraxen und Tierkliniken stellen Ausz√ľge der Geb√ľhrenordnung auf ihre Internetseite. Meist sind dort die Kosten f√ľr die Eingriffe aufgef√ľhrt, die in der jeweiligen Praxis durchgef√ľhrt werden. Und h√§ufig ist auch noch aufgeschl√ľsselt, welche Kosten f√ľr bildgebende und diagnostische Verfahren, Medikamente, Verb√§nde und Nachsorge zu der Operation hinzukommen.
Gibt es finanzielle Hilfen bei der Hunde-OP?Eine Hunde OP-Versicherung √ľbernimmt f√ľr viele Eingriffe alle Kosten oder zumindest einen Teil der Kosten. Ist der Betrag dennoch zu hoch, kann h√§ufig mit der Tierarztpraxis ein Finanzierungsplan (Ratenzahlung √ľber mehrere Monate) vereinbart werden. Ansonsten kommt noch eine Finanzierung √ľber einen Kurzzeitkredit bei einem Kreditinstitut in Frage. Zusch√ľsse und Hilfen von anderer Seite gibt es leider nicht.
Hund muss eingeschl√§fert werden ‚Äď was kostet das?Manchmal kann einem Tier einfach nicht mehr geholfen werden. Wenn die Verletzungen nach einem Unfall zu schwer sind, der Krebs zu viele Metastasen gebildet hat oder der Alltag einfach nur noch von Scherzen gepr√§gt ist, dann gebietet es eigentlich die Liebe zum Tier, dem langj√§hrigen besten Freund ein w√ľrdevolles und schmerzfreies Ende im Kreis der Familie zu verschaffen. Auch wenn es schwer ist: Tier√§rzte schl√§fern immer wieder Hunde ein. Das kann in der Praxis passieren. Viele Mediziner bieten daf√ľr auch Hausbesuche an, um es der Fellnase und dem Besitzer nicht noch schwerer zu machen. Das Einschl√§fern selbst liegt bei 19,24 ‚ā¨, Medikamente kosten zwischen 20 ‚ā¨ und 50 ‚ā¨. Dazu kommen ein Beruhigungsmittel (10 ‚ā¨ bis 20 ‚ā¨), die Entsorgung des K√∂rpers (etwa 30 ‚ā¨), und eventuell Zuschl√§ge f√ľr Wochenende und Nacht sowie Fahrtkosten.
Welche Erfahrungen gibt es bei der Kosten√ľbernahme durch die Versicherung?Die meisten Versicherungen arbeiten durchaus seri√∂s und erstatten alle anfallenden Kosten nach Einreichen und Pr√ľfung der Abrechnungen. Hundebesitzer und -besitzerinnen sollten sich allerdings im Vorfeld erkundigen, welche Kosten √ľbernommen werden, welche Operationen von der Kosten√ľbernahme ausgeschlossen sind und welche Dokumente die Versicherung ben√∂tigt.
Sind alle OP-Kosten auch von der Hundekrankenversicherung abgedeckt?Nein. Die Hundekrankenversicherung deckt nicht alle gegebenenfalls nötigen Operationen, Medikamente und anderen Behandlungen ab.

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